Neurodiversität
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Definition und Grundkonzept
Der Begriff Neurodiversität bezeichnet die neurologische Vielfalt menschlicher Gehirne bzw. Nervensysteme und die daraus resultierende Verschiedenheit in der Art und Weise, wie Individuen Wahrnehmungen verarbeiten.
Das Konzept geht davon aus, dass die Variabilität menschlicher Nervensysteme grenzenlos ist und keine zwei Gehirne jemals exakt gleich sein können. In seiner Definition umfasst Neurodiversität alle menschlichen Gehirne, also sowohl neurotypische als auch neurodivergente Personen.
Innerhalb dieses Konzepts werden drei zentrale Begriffe unterschieden:
- Neurotypisch: Bezieht sich auf Personen, deren neurologische Entwicklung mit den gesellschaftlich als „normal“ angesehenen Standards übereinstimmt.
- Neurodivergent: Beschreibt Menschen, deren Verstand auf eine Weise funktioniert, die von den vorherrschenden Normen abweicht.
- Neurodivers: Dieser Begriff sollte primär für Gruppen, Organisationen oder Orte verwendet werden, die durch eine Mischung aus neurotypischen und neurodivergenten Individuen gekennzeichnet sind.
Neurologische Varianten (Beispiele)
Unter den Begriff der Neurodiversität bzw. der Neurodivergenz fallen verschiedene Gehirnprofile und Entwicklungsstörungen:
- Autismus-Spektrum-Störung (ASS): Eine neurologische Entwicklungsstörung, die durch Defizite in der sozialen Kommunikation und repetitive Verhaltensmuster geprägt ist.
- ADHS/ADS: Eine multifaktorielle Störung der Selbstregulation, die den Aufmerksamkeitsfokus sowie die kognitive und affektive Steuerung beeinflusst.
- Hochsensibilität: Ein Temperamentsmerkmal, bei dem Reize intensiver und tiefer verarbeitet werden.
- Lernbesonderheiten / Teilleistungsstörungen: Hierzu zählen Legasthenie, Dyskalkulie und Dyspraxie.
- Weitere neurologische Profile: z. B. Hochbegabung, Synästhesie, Tourette-Syndrom (gelegentlich wird auch Epilepsie bei den neurodivergenten Gehirnprofilen eingeordnet).
Synonyme:
neurodivers
