PDA

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PDA, kurz für Pathological Demand Avoidance (alternativ: Protective Demand Avoidance), bezeichnet eine extreme Vermeidungsreaktion gegenüber alltäglichen Anforderungen und nicht selbst gewählten Aufforderungen.

Betroffene erleben selbst banale Aufgaben – wie Zähneputzen oder Termine – als massiven Druck, was zu extremem Vermeidungsverhalten oder sogar Panikreaktionen führt. Für Betroffene und Angehörige ist dieser Zustand sehr anstrengend, denn sobald eine Anforderung gestellt wird – sei es auch nur die Erwartung sich anzuziehen – schlägt das Nervensystem Alarm.

Die pathologische Anforderungsvermeidung (PDA) ist keine bewusste Trotzreaktion, sondern wird durch eine tiefe, allgegenwärtige Angst und ein massives Bedürfnis nach Kontrolle angetrieben. Momentan ist PDA weder im DSM-5 noch in der ICD-11 als eigenständige Diagnose anerkannt.

PDA wird oft als Profil innerhalb des Autismus-Spektrums betrachtet, unterscheidet sich aber deutlich vom „typischen“ Autismus und kann auch eigenständig auftreten. Es zeigen sich zudem massive Überschneidungen mit ADHS (Korrelation r = 0,71).

Siehe auch: https://biancabender.de/ueber-die-pathologische-vermeidung-von-anforderungen-pda/

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